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Organspende – ein heikles Thema!

Organspende – ein heikles Thema!

Haben Sie sich jemals mit dem Thema “Organspende” befasst? Ich komme darauf zu sprechen, weil ich es neulich auf einem Plakat gelesen habe. Mit meiner Spende würde ich Leben retten.

Natürlich denken die meisten Menschen im ersten Moment, dass es sehr sinnvoll wäre, Ihre Organe anderen schwer kranken oder verunfallten Menschen nach dem Tod zur Verfügung zu stellen. Man bekommt ja auch irgendwie ein schlechtes Gewissen, denkt auch daran, selbst einmal Betroffener sein zu können und dann auf ein Organ zu warten.

Halt, stop, habe ich “nach dem Tod” gesagt?

Genau so ist es nämlich nicht und aus diesem Grund schreibe ich diesen Artikel. Jeder, der bereit ist, einer möglichen Organspende einzuwilligen, sollte sich vorher umfassend darüber informieren. “Tot” ist man ganz und gar nicht! Man ist kein Leichnam, man ist noch lebend. Genau genommen liegt man im Sterben.

Der Körper wird beatmet, das Herz schlägt, Blut fließt durch die Adern, Der Blutdruck ist messbar und schnellt in die Höhe, wenn der erste chirurgische Schnett gesetzt wird … Betäubungen und schmerzstillende Medikamente werden meist nicht gegeben, um die Organe, die entnommen werden sollen, nicht zu schädigen.

Wie möchten Sie sterben?

Da stellt sich die Frage: Wie möchten Sie sterben? Allein gelassen, in Unwissenheit, ob doch noch etwas gespürt wird oder nicht? Einen Sterbe-Prozess durchmachen, der unnötig verlängert wird, unter anderem auch mit vielen Untersuchungen, die für die Organentnahme notwendig sind?

Entscheiden können Sie selbst, ob Sie dazu bereit sind oder nicht. Was ist, wenn Sie die Entscheidung für einen anderen Menschen (Ihr Kind, Ihre Mutter, Ihren Bruder … ) übernehmen müssen? Auch, wenn Sie darüber nachdenken, doch anderen Menschen mit Ihrer Organspende zu helfen, sollten Sie sich vorher – wenn Sie noch in der Lage dazu sind – umfassend informieren.

Über sehr wichtige Details wird nicht informiert

Mediziner informieren nämlich nicht offen darüber, wichtige Details werden verschwiegen.  Das Schlimme ist zusätzlich, dass dabei die Interessen der Transplantationsmedizin im Vordergrund stehen. Es fehlt an Organen, die beschafft werden müssen. Natürlich ist es traurig, wenn andere Menschen auf ein Organ warten, darunter auch Kinder! Aber ebenso möglich sind da die sterbenden Kinder, denen die Organe entnommen werden sollen. Sollten sie, die es sich ja auch nicht ausgesucht haben, jetzt schon von uns zu gehen, nicht im Mittelpunkt stehen und in Würde sterben können, mit liebevoller Begleitung an ihrer Seite.

Informieren Sie sich, ehe Sie sich zu etwas entscheiden, hier können Sie vieles nachlesen und sich beraten lassen:

https://initiative-kao.de/

Ebenso kann ich ein Buch empfehlen, es ist im Suhrkamp-Verlag erschienen:

“Technik, Medizin und Ethik. Praxis des Prinzip Verantwortung” von Hans Jonas.

Sie können es hier über Amazon erwerben

Ich kam mit dem Thema in Berührung, als meine vierjährige Tochter verunglückte. Im Krankenhaus wurde ich gefragt, was denn wäre, wenn es meine Tochter nicht schaffen würde … nur für den Fall, dass …

Für mich war das in meinem Schmerz und meiner Angst wie ein Donnerschlag. Einige Jahre zuvor, als ich noch Schwesternschülerin war, hatte ich mich mit einem Arzt unterhalten, der mir erklärte, wie so ein “Hirntod” definiert würde. Mich interessierte das Thema, denn seit Prof. Christiaan Barnard 1967 die erste Herzverpflanzung durchführte, war es ein hochaktuelles Thema. Der befreundete Arzt und ich sprachen damals im Jahr 1972 darüber und er erklärte mir, dass ein Mensch, dem die Organe entnommen würden, gar nicht tot sei. Das habe ich niemals vergessen.

Da das Thema “Organspende” zurzeit hochaktuell ist und sogar darüber debattiert wird, jeden Menschen dazu zu verpflichten (!), möchte ich Ihnen diese Information liefern. Denken Sie darüber nach – informieren sie sich umfassend!

 

 

About Leah

Leah B. Schurr, geboren 1955, ist Mutter von mehreren Kindern und lebt mit ihrem jüngsten Sohn und Katze Lotte im Südwesten Deutschlands. Sie kann seit dem erfolgreichen Abschluss der großen Schreibschule an der Axel-Andersson-Akademie (drei Jahre „große Schreibschule“ sowie ein Jahr „Schreiben für Kinder“) regelmäßige Veröffentlichungen vorweisen: Ratgeber-Bücher sowie eBooks, Kindergeschichten für den Gondrom Verlag und Coppenrath Verlag, Geschichten und Reportagen in verschiedenen Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien.

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